Die Brushless-Technologie hat im Modellbau in allen Bereichen mit rasender
Geschwindigkeit Einzug gehalten. Man unterscheidet zwischen Innenläufern
und Außenläufern.

Bei den Innenläufern gilt es eine Besonderheit zu beachten: Es gibt Motoren
mit Sensor, die es ermöglichen, den Motor noch exakter zu steuern.
Da die Elektronik zu jeder Zeit, also auch im Stand, die Position des Rotors im
Motor kennt, kann der Motor den Bedürfnissen entsprechend gesteuert werden.
Das Anlaufverhalten dieser Motoren ist besonders weich. Die Innenläufer sind
im Allgemeinen für eine hohe Drehzahl geeignet, da die bewegte Masse relativ
gering ist. Diese Motoren haben bis zu 6000 kV (Drehzahl pro Volt).

Beispiel: Ein Motor mit 2000 kV wird an einem 3-Zellen-LiPo-Akku mit einer
Nennspannung von 11,1 Volt betrieben.

Die Rechnung ist relativ einfach:
2000 mal 11,1 = 22200 Umdrehungen pro Minute im Leerlauf.

Dies entspricht der maximal erreichbaren Leerlaufdrehzahl. Würde man diesen
Motor mit einem 6-Zellen-LiPo-Akku (also 22,2 Volt) betreiben, läge die
Leerlaufdrehzahl dementsprechend bei 44400 Umdrehungen pro Minute.
Die Angabe der Drehzahl in kV ist bei Brushless-Motoren üblich.

Daraus resultiert der Einsatzbereich der Motoren vorzugsweise im Autobereich.
Zusätzlicher Vorteil: Innenläufer sind unempfindlich gegen Schmutz, da sich die
bewegten Teile im Inneren das Motors befinden.

Ein Außenläufer ist für solch hohe Drehzahlen nicht geeignet, da er eine
wesentlich höhere bewegte Masse hat. Ein unruhiger Lauf wäre die Folge.
Außenläufer kommen bevorzugt in Flugmodellen zum Einsatz, wo niedrigere
Drehzahlen gefragt sind.

Quelle: Conrad Elektronik